Kraniche

Seit der Antike haben sich Dichter und Maler überall auf der Welt in Poesie und Prosa mit den Kranichen beschäftigt, schließlich hat diese Familie weltweit sechzehn Mitglieder. Sein Abbild schmückt chinesische Seide, japanisches Porzellan. In Deutschland verewigten ihn Dichter wie Friedrich Schiller: „Die Kraniche des Ibicus“, zeichneten ihn Albrecht Dürer und Elias Ridinger in ihren Kupferstichen. Alle waren sie berührt von seinem weithin schallendem Ruf, seiner imponierenden Figur, seinen Tänzen, die er in der Erregung oft paarweise vorführt. Kaum einem anderen Vogel wird soviel Aufmerksamkeit zuteil, wie dem Kranich. Zehntausende Menschen besuchen jedes Jahr Ende März, Anfang April den großen Rastplatz am Hornborga See in Västergötland/Schweden. Viele, oft dieselben Menschen, reisen im Herbst nach Vorpommern , zum Darß, nach Rügen, um die Kraniche auf ihrem Herbstzug wieder zu begrüßen. Und so mancher Kranich-Liebhaber reist im Winter nach Süd-Frankreich oder nach Spanien in die Extremadura, um sie in ihren Winterquartieren zu beobachten. Es wäre schön, wenn auch anderen Vögeln nur ein Teil dieser Aufmerksamkeit entgegengebracht werden würde.