People
|
Vor der Fotografie von Menschen habe ich immer eine gewisse Scheu gehabt. Trotzdem versuchte ich auf meinen Reisen bei passender Gelegenheit Angehörige der einheimischen Bevölkerung zu fotografieren. Besonders gerne erinnere ich mich an eine Reise durch die Mongolei. Eigentlich galt diese Reise der Fotografie der dort heimischen Tierwelt, also Wildschaf, Steinbock, Maral und so weiter. Aber das erwies sich als fast unmöglich, denn die Tiere waren durch Jagd und Wilderei so scheu, dass eine Annäherung auf brauchbare Fotodistanz unmöglich war. So verlegte ich mich darauf, das Leben der Nomaden, mit denen ich eng zusammenlebte, zu dokumentieren. Das war eine ganz besondere Erfahrung, genoss ich doch ihre Gastfreundschaft in den Jurten. Das führte oft zu fröhlichen Komplikationen. Nur die Ältesten genießen bei ihnen den Vorzug, auf einer Bettkiste schlafen zu dürfen und diese wurde mir als Gast sofort angeboten. Trotzdem zog ich es vor, wie alle anderen am Boden zu schlafen, denn die Bettkisten waren für einen West-Europäer immer zu kurz. |
| |
|